Steigende Inflation mit großen Auswirkungen

Pensionen und Ruhebezüge erleiden hohen Kaufkraftverlust!



VON JOHANN BÜCHINGER, Vorsitzender der Bundesleitung)


Bildcollage JoSt - Inflation - Bildlizenzen: stock.adobe.com
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Foto BV22: Johann Büchinger, Bundesvorsitzender
Johann Büchinger

(Wien: 1. Juni 2022) Der Sommer steht vor der Tür und alle freuen sich auf den ersehnten Urlaub ohne Maske. Vielleicht haben Sie auch schon eine Reise geplant oder gebucht. Es ist auch für Senioren gesund etwas mehr Bewegung in der Natur zu machen, zu wandern und dabei in das eine oder andere Lokal einzukehren, sich zu stärken und ein gutes Glas Wein oder Bier zu trinken. Es ist Urlaubszeit!!

Kaufkraftverlust infolge steigender Inflationsrate
Für Pensionistinnen und Pensionisten wird es infolge der sich gegenwärtig weiter erhöhenden Inflationsrate immer schwieriger, sich ihre Pension richtig einzuteilen und damit auszukommen. Die Energiekosten, Gas, Strom und Wohnkosten sind außergewöhnlich gestiegen. Dabei befinden sich die meisten Energieträger im Eigentum von halbstaatlichen Gesellschaften. Die Preise der Grundnahrungsmittel sowie jene des tägliche Einkauf (kleiner Warenkorb) haben sich in kürzester Zeit erheblich verteuert. Die Pensionen hingegen wurden per Jahresbeginn 2022 mit 1,8% angepasst - für kleine Pensionen war dieser Prozentsatz höher. Gemäß erster Schätzung der Statistik Austria hat die Inflation in Österreich im Mai 2022 den Wert von 8% überschritten und ist weiter steigend. Für die Mehrzahl der Pensionistinnen und Pensionisten ist somit der immer weiter zunehmende Kaufkraftverlust nicht mehr zu verkraften.

Erspartes verliert immer mehr an Wert!
Manche Pensionisten haben in ihrer aktiven Zeit - also vor ihrer Pensionierung - schon fleißig gespart, um später etwas auf der „hohen Kante“ zu haben. Wie üblich wird von vielen Senioren das Ersparte in einem (früher als bewährt geltenden) Sparbuch mit derzeitig kaum nennenswerter Verzinsung veranlagt und vom unerheblichen Ertrag noch 25% KEST abgezogen. Bei der momentanen Inflation entsteht hier ein Kaufkraftverlust von gegenwärtig an die 8%. Dieser Verlust wird sich – so meine ich - im Tourismus wie auch in den Wirtschaftsdaten bemerkbar machen, denn die Generation 60 plus ist ein großer Wirtschaftsfaktor.

Altersdiskriminierung im Finanzierungsbereich
Hatten Pensionistinnen und Pensionisten keine Möglichkeiten, in ihrer Aktivzeit zu sparen, haben sie jetzt durch die Altersdiskriminierung im Finanzierungsbereich ein weiteres Problem. Es ist fast unmöglich ab einem bestimmten Alter einen Kredit für den Umbau einer klimafreundlichen Heizung zu bekommen. Schon gar nicht zu denken an eine notwendige Reparatur in der Wohnung oder im Haus. Manchmal ist eine Adaptierung für eine behinderten gerechtes Wohnen notwendig. Ich denke da an einen Treppenlift oder Umbauten im sanitären Bereich.

Wir, die Vertreter im Seniorenrat, werden uns in diesem Gremium dafür einsetzten, dass ein Inflationsausgleich für Pensionistinnen und Pensionisten bereits vor dem 1. Jänner 2023 wirksam wird. Außerdem werden wir bei der nächsten Pensionsanpassung ein besonderes Augenmerk darauflegen, dass die gesetzliche Inflationsabgeltung im vollen Umfang erfolgt, auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Inflation hoffentlich wieder geringer ausfallen sollte. Das Thema: Änderung des gesetzlichen Beobachtungszeitraumes darf in den Verhandlungen kein Tabu sein.

Eine Forderung, die wir weiter im Auge behalten und durchsetzen wollen ist das Ende der Altersdiskriminierung.



Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen einen schönen, erholsamen Sommer und bleiben sie gesund.



VON JOHANN BÜCHINGER,
(Vorsitzender der Bundesleitung)

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