Meinung des Vorsitzenden zu aktuellen Themen

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Corona-Pandemie - und kein Ende in Sicht.


Zur Jahreszeit passend waren bzw. sind wir in einer gewissen Isolation, die sich diesmal „Lockdown II“ nennt, weil sie uns von den Straßen fernhält, um die Kontaktfreudigkeit zu vermindern und so das Ansteckungsrisiko mit diesem verdammten Virus zu minimieren. Die zugehörige Verordnung soll diesmal rechtlich halten, obzwar sich bestimmt wieder Experten finden werden, die den Verfassungsgerichtshof in dieser Angelegenheit anrufen.

Maskenpflicht ist etwas Selbstverständliches geworden, außer bei jenen, die sich in ihren Grundrechten verletzt fühlen und daher ohne Gesichtsschutz protestieren, aber als Grundrecht dann genauso ein Spitalsbett beanspruchen, wenn sie an Covid-19 erkrankt sind wie jene, die brav ihre Maske getragen und sich nur widriger Weise infiziert haben. „Lockdown II“ hat uns neben der schon erwähnten Ausgangssperre und schweren Einschnitten in Gastronomie und im Beherbergungsbereich, den Schließungen im Handel sowie von Opernhäusern, Theatern und Museen nur wenig Normalität gelassen: Für das tägliche Leben ist derzeit vorgesorgt.

An dieser Stelle ziehe ich allerdings meinen Hut vor allen Kolleginnen und Kollegen, die weiter arbeiten in einer „Quasi-Normalität“.

Auch wir in der Bundesvertretung versuchen im Rahmen von vorgegebenen Bedingungen unseren Aufgaben nachzukommen, obwohl persönliche Zusammenkünfte nicht oder nur sehr beschränkt stattfinden können. So hat uns das Virus leider gezwungen, alle für den Herbst vorgesehenen Veranstaltungen abzusagen, was sich dann auch auf den Rest des heurigen Jahres ausgedehnt hat. So möchte ich Sie hier daran erinnern, dass zu einem Zeitpunkt, da die täglichen Corona Erkrankungen wie Sportresultate veröffentlicht werden, die Pensionistenriege heuer ihren 75. Geburtstag feiert und dieses Ereignis dadurch unterstreicht, dass wir an die 60.000 Mitglieder haben. Damit stellen wir die bei weitem größte Gruppierung in der GÖD und ich kann ihnen hier versprechen, dass meine Kolleginnen und Kollegen in der Bundesvertretung weiterhin bemüht sein werden, für Sie da zu sein, wenn Sie uns brauchen.

Übrigens: Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, in Normalität und mit weniger aggressiven Gemütern. Nicht für uns da war – wie sie auch an anderer Stelle lesen können – der Nationalrat in Sachen (Pensionssicherungs-)Beitrag, unsere Argumente wurden – schlicht und ergreifend gesagt – nicht einmal ignoriert. Das kommende Weihnachtsfest und meine guten Manieren verbieten mir daher jeglichen Kommentar zu der oben genannten Vorgangsweise.

Ich nehme aber als sicher an, dass die Vorweihnachtszeit aufgrund der Ansteckungsgefahr ruhiger sein wird, zurückgezogener und wie ich schon jetzt weiß, ohne Weihnachtsmärkte.

Vielleicht ist es aber auch besinnlicher unter dem Christbaum. Das wünsche ich Ihnen mit meinen besten Empfehlungen für das kommende Jahr.



Ihr Dr. Otto Benesch



Diese Columne wurde im GÖD-Magazin 07/2020 veröffentlicht, das im Dezember 2020 erschienen ist.


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